Nahezu klares Wasser

Juchu, das Wasser ist wieder nahezu klar!

Heute morgen war nur noch eine leichte Trübung zu erkennen und nachdem ich vorhin die frisch gekaufte Filterwatte im Filterbehälter der Strömungspumpe untergebracht habe, war sofort ein deutlicher Effekt zu beobachten. Ich habe sogar noch zwei oder drei Mal das Becken durchgewirbelt, auch dieser Dreck ist wieder weg.

Hoffentlich geht es so weiter und wir können uns morgen wieder an kristallklarem Wasser erfreuen…

Die Grundel wurde vorhin übrigens ein paar Mal vom Zweifarbigen Schleimfisch vertrieben. Ein Teufelstier, dieser Schleimfisch. Trotz sehr nettem Aussehen. Hoffentlich wird das besser.

Milchiges Wasser :-(

Seit Sonntag gibt es hier Probleme. Um 20 Uhr war noch alles in Ordnung, um 22 Uhr war das Wasser milchig. Nicht extrem, aber deutlich getrübt. Eine normale Ladung Ultra Life ins Wasser, gleiches Ergebnis am Montag in der Früh. Abends extremer, da hat man kaum mehr die Rückwände gesehen. Nochmal ne Ladung Ultra Life rein, diesmal ein bisschen mehr, aber auch nicht übertrieben viel. Gleiches Ergebnis am Dienstag Morgen, tolle Show. Da hab ich auch das erste Mal den fast deckenden Überzug über dem kompletten Aufbau – Steine wie Korallen wie Sand. Hellbraun bzw eher beige von der Farbe her. Eine zweite Pumpe ins Becken gehalten und die ganze Suppe durchgewirbelt und versucht, den Dreck über den Abschäumer und den Filter der Strömungspumpe aus dem Becken zu bekommen. Keine Chance, denn der Überzug hat sich in Rekordzeit wieder auf dem Aufbau niedergelassen. Auch der Abschäumer hat kaum etwas rausbekommen.

Gestern abend dann den Schlammfilter abgeklemmt und heute morgen war das Wasser tatsächlich etwas klarer, aber immer noch milchig. Im Meerwasserforum und heute Abend bei All-Marine hat man mir dann unter anderem empfohlen, den Schlammfilter in Rente zu schicken. Bakterienblüten, Algenplagen und Infusorien wurden vermutet. Das Mikroskop bei All-Marine zeigt sowohl bei der Wasserprobe wie der Probe des Drecks nichts ausser ein paar Algensporen. Alles an sich in Ordnung also, denn auch die Wasserwerte, es wurde Nitrit, Phosphat und pH geessen, waren in Ordnung und im allergrünsten Bereich.

Habe dann bei All-Marine 20 Liter Wasser mitgenommen, hier mit dem Schlauch so viel wie möglich vom Dreck aus dem Becken, also von den Steinen, den Korallen und dem Sand gesaugt und das neue Wasser ins Becken. Beim Absaugen ist mir ein Arm der Anemone dazwischen und weggekommen! ARGN! Hoffentlich nimmt sie mir das nicht übel, aber sie ist schon wieder ausgefahren und sieht gesund aus.

Das Wasser ist immer noch trüb und der Abschäumer schäumt wie wild, deswegen habe ich den erst einmal ausgeschaltet, nachher vor’m schlafen gehen werde ich ihn einschalten.

Hoffentlich legt sich das alles wieder, so macht es keinen Spass, ins Becken zu schauen.

Der Besatz, Fische wie Korallen und alles andere, verhalten sich übrigens nach wie vor normal und sehen gut aus, soweit man das erkennen kann.

Grundelasyl

Am Montag, fast schon mitten in der Nacht, habe ich bei Steffen eine Sechspunkt Schläfergrundel (Valenciennea sexguttata) geholt. Er hat sich die Grundel als Zweitgrundel angeschafft, was leider nach einer kurzen Zeit, wo sich beide Grundeln verstanden haben, nicht mehr gut ging. Die Grundel, die zuerst im Becken war, hat von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht und die arme Zweitgrundel andauernd durch’s Becken gejagt. Bei uns geht es ihr richtig gut, sie ist nach anfänglicher Eingewöhnung nun sehr munter und ungeniert auf dem Sandboden unterwegs und gräbt diesen fleissig um. Sehr interessant, sie zu beobachten, ein schönes und sicherlich auch sehr nützliches Tier.

Somit haben Steffen und ich einfach Fische getauscht. Er hat unserem zweiten Salarias Asyl gewährt, wir seiner zweiten Grundel.

Die Steinkoralle von gestern

So, die Steinkoralle, die ich gestern bei Benny mitgenommen habe, ist wohl eine Flöten oder Fingerkoralle (Caulastrea furcata). Name bekannt, nun muss sie sich nur noch erholen und wieder auf die Beine kommen. Wie schon erwähnt, schaut sie ja nicht wirklich gut aus. Hoffentlich ändert sich das bald… :-)

Auch die Monodikrabbe wächst

Eben konnte ich mal wieder die Monodikrabbe beobachten. Kaum ist das Licht mal eine Stunde aus, geht es im Becken ab. Die Krabbe räumt ihren Eingang frei und legt die Gegenstände, meist Steine, aber auch Schneckenhäuser, fein säuberlich in der Nähe des Eingangs ab und hockt sich dann gemütlich vor diesen. Nichtmal die Taschenlampe scheint sie sonderlich zu stören. Und gut gewachsen ist sie, mich würde mal interessieren, was sie so zu sich nimmt, eine schlimme Diät scheint das augenscheinlich nicht zu sein. Wenn das so weiter geht, wird sie sich bald eine neue Höhle suchen müssen. ;-)

Boxerkrabbe und Turboschnecken

Juchu, mein Traumtier, zumindest laut den Bildern und Berichten im Internet, ist da. Eine schnuckelige kleine Boxerkrabbe (Lybia tesselata), grad mal 1,5 cm groß. Reicht aber auch, denn das Becken ist klein und das Tier soll schliesslich nicht ins Gewicht fallen im Becken. ;-) Nachdem die Krabbe ins Becken kam, wurde sie auf dem Weg auf den Boden erstmal für Futter gehalten und von den Clownis und den Demoinsellen angegangen, aber dann doch nicht angeknabbbert. Gefallen hat ihr das trotzdem nicht, wie man sich vorstellen kann. ;-) Schwupps unter die Krustenanemonen und dort ist sie immer noch. Im Laufe des Abends konnte ich beobachten, wie sie die eine Anemone abgelegt hat und sich mit der Schere geputzt hat. Total interessant! Danach wieder die Anemone “zur Hand” genommen und einen vorbeischwimmenden Mandarinfische bedroht (den das nicht interessiert hat). Hoffentlich ist das Tier nicht nach der Eingewöhnungsphase irgendwo hinten im Becken unterwegs. Es scheint viel zu beobachten zu geben.

Dann kamen noch zwei Schnecken dazu, es könnten Kegelförmige Kreiselschnecken (Tectus conus) sein.

Bei Benny habe ich noch einen Korallenableger mitgenommen. Nachdem ich mir mal wieder den Namen nicht gemerkt habe, habe ich erst einmal per Mail nachgefragt. Den Namen liefere ich also nach. Die Koralle sieht nicht sonderlich gut aus, bei Benny ist sie irgendwie im Sand gelandet, was ihr gar nicht gefallen hat. Hoffentlich kommt sie durch. Naja mal gucken.

Nachdem die beiden Lederkorallen seit zwei Tagen beleidigt spielen, habe ich heute seit zwei Wochen mal wieder einen 20 Liter Wasserwechsel gemacht. Und danach direkt mal einige Wasserwerte gemessen. An sich alles im grünen Bereich, v.a. die Nitratwerte kann ich ja kaum glauben. KH ist wie immer nicht so optimal, aber das bekomme ich auch noch in Griff. ;-)

0,02-0,05 mg/l Nitrit (Tropic Marin)
< 1 mg/l Nitrat (Tropic Marin)
8,0 pH (Tropic Marin)
5,8 dKH (Salifert)
2,06 meq/l Alkalinität (Salifert)
1023 kg/m^3 Dichte

Die Mandarinfische leben sich mehr und mehr ein. Das Männchen war heute nachmittag die ganze Zeit im Becken unterwegs und hat permanent sein Rückenschwert gezeigt. Auch was Weibchen war pickend unterwegs. Sieht also alles in allem sehr rosig aus, bis auf die beleidigten Lederkorallen.

Die Idee mit dem Technikbecken ist nach wie vor aktuell, ich bin lediglich dabei, mich zu informieren und Meinungen einzuholen. Sobald es etwas neues gibt, gibt es hier mehr.

Mandarinfotosession

So, nun gibt es endlich halbwegs brauchbare Bilder der Mandarinfische. Auch ein paar andere Bilder sind vorzeigenswert. Hier sind sie:

Montag, 16. Oktober 2006:

Sonntag, 22. Oktober 2006:

Die Mandarinfische leben sich mehr und mehr ein und sind nur noch dann recht scheu, wenn die Kamera an der Scheibe auftaucht. Hoffentlich legt sich das auch noch. ;-)

Ansonsten beobachte ich mal wieder beunruhigt und mehr oder weniger angeekelt Cyanos, die sich auf den Lebendsteinen breitmachen. Ich muss mal wieder etwas ändern, entweder Strömung oder Beleuchtung oder sonst etwas. Naja, mal gucken, wie es weiter geht.

Drahtalgen und Technikbecken

Das hatte ich fast vergessen… Roger, der den Seeigel abgeholt hat, hat mir Drahtalgen mitgebracht. Diese wachsen wohl nicht ganz so schnell wie Caulerpa-Algen, haben aber ansonsten die gleichen Eigenschaften für den Anbau im Schlammfilter. Und sie vermehren sich nicht geschlechtlich, was wohl bei Caulerpas teilweise eine ziemlich Schweinerei sein soll. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals für das Mitbringsel. :-) Mal gucken, ob ich beizeiten die kläglichen Reste der Caulerpas entsorge und voll auf die Drahtalgen setze.

Roger hat mir auch einen weiteren Floh ins Ohr gesetzt: ein Technikbecken. Und das war glaube ich keine so schlechte Idee, warum bin ich da nicht schon selbst drauf gekommen? Die große Strömungspumpe und auch der Abschäumer könnten aus dem Hauptbecken, den Algen-/Schlammfilter könnte man auch integrieren. Vorteile: Die häßliche Technik ist aus dem Becken, dort mehr Platz, die Probleme mit den Gasblasen vom Abschäumer, die sich überall festsetzen, wären auch weg. Bin nun mal ein bissel am gucken, was ich da machen kann und ob ich das dann auch will. Meine Herren ist das alles kompliziert. ;-) Wenn’s etwas neues gibt, gibt es auch hier ein Update.

Die Mandarinfische leben sich mehr und mehr ein und sind nun sehr viel und ungeniert im Becken unterwegs. Permanent werden die Steine abgepickt. Sieht echt witzig aus. Der Lippfisch hat sich beruhigt und läßt sie in Ruhe, nachdem er ja die ersten Tage die direkte Nahrungskonkurrenz andauernd verjagd hat. Puh!