Abschäumer vor oder nach dem Algenrefugium?

Die Frage hatte ich mir neulich mal wieder gestellt. Bei mir ist es schon immer so gewesen, dass der Abschäumer nach dem Algenrefugium ist. Aber warum ich das mal so gemacht hatte, wusste ich nicht mehr. Ist halt schon lange her. ;-) Daher habe ich mich dann erneut kundig gemacht und bin über Google auf ein Video gestoßen. Und weil ich die Frage vorhin im Nanoriffe.de Forum gelesen habe, habe ich nochmal das Video rausgekramt.

Triton Spezial: Das knallharte Interview mit euren Fragen | onTour | Meerwasser Live TV

Das Thema Algenrefugium und Abschäumer wird ab 16:30 besprochen, hier startet das Video genau zur richtigen Sekunde.

Harz tauschen besser auf Termin legen

Man sollte sich das wirklich auf Termin legen. Also den Tausch oder eben das Messen des Leitwerts. Habe das mal wieder versäumt und mir dadurch vermutlich wieder zusätzliche Probleme ins Becken geholt. Werde morgen mal das alte Nachfüllwasser testen, momentan plagt mich ja NO3, PO4 (gut, das ist ja hier Standard) und ein viel zu hoher Ca-Wert.

Noch besser wäre es, beim neuen Aqua Computer einen separaten Leitwertsensor für das Nachfüllwasser zu haben. Ich werde mal drüber nachdenken. Ist an sich ja ganz simpel zu machen, laut dem, was ich vorhin kurz im Netz recherchiert habe.

Neue Algenlampe am Start

Nachdem die Lidl Badezimmerlampe nun wirklich mehr als korrodiert und verrostet war und die zigfach ersetzte T5 Röhre da drin (und die wurde zuletzt immer teurer) nichts mehr taugte, habe ich mir eine neue Algenlampe geschossen. Und zwar eine Hygger 14 Watt China LED-Lampe1 für Aquarien mit 41 bis 61cm Breite. Passt perfekt auf das 50cm breite Technikbecken. Sieht gut aus, hat neben Weißlicht auch noch ein paar rote und blaue LEDs dabei und die Algen sollen es super finden. Bin mal gespannt, was da so geht.

Zusätzlich habe ich direkt noch zwei Eheim Ansaugrohre1 (ich würde sie eher „Bögen“ nennen) sowie einen 8mm auf 12mm Schlauchverbinder1 geholt und die Verrohrung meines UV-Klärers neu gemacht.

Die passenden Fotos vom Technikbecken gibt es bei Gelegenheit, dann auch mehr zu der neuen 12 Volt Pumpe, die den Schlauchverbinder erst nötig gemacht hat.

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L auf PE – das tut weh

Heute musste ich überraschend und schmerzerfüllt feststellen, dass das Gehäuse der Aquariumlampe unter Strom stand. Drauf gefasst, um mir die dort liegende große Pinzette zu holen und eine gewischt bekommen. Und zwar so richtig. Und siehe da, der Phasenprüfer (ich weiß, so etwas verwendet man als Elektriker nicht ;-) ) leuchtete und flackerte unfreundlich. Mist. Da die Lampe geerdet ist, war dieses Leuchten und Flackern auch in jeder Steckdose beim PE (Schutzleiter) zu sehen. Direkt alle Verbraucher einen nach dem anderen ausgesteckt und schnell den Schuldigen gefunden. Eine ältere 230 Volt Pumpe (glaube von Aqua Medic), die Wasser zum UV-Klärer transportiert. Diese ausgesteckt und der Phasenprüfer gab Ruhe. Umgekehrt eingesteckt und der Phasenprüfer gab auch Ruhe. Folglich Kabelbruch an dem Kabel, was zufälligerweise in der Steckdose auf L lag. Und da das Wasser durch irgendeine Technikkomponente geerdet ist, kam dies dann zum Gehäuse der Lampe. Superklasse!

Die kaputte Pumpe natürlich nicht mehr in Betrieb genommen und ausgebaut. Problem damit erst einmal behoben. Die Klärung, warum der FI nicht geflogen ist, steht noch aus. Ein Termin mit dem Elektriker steht eh an, das passt ja. Eventuell ist der defekte Abschäumer von gestern ja gar nicht defekt und das hängt irgendwie zusammen? Die 230 Volt Pumpe des Abschäumers hat (auf den ersten Blick) zumindest mal einen Schutzkontakt. Und die Pumpe läuft, im Trockenen, eben ausprobiert. Naja, ich lasse den neuen Abschäumer dennoch drin und behalte den alten mal als Notersatz. Verkaufen werde ich den vermutlich eh nicht können und auch nicht wollen bei unklarer Symptomatik.

Für die defekte Pumpe des UV-Klärers habe ich eine 12 Volt Pumpe1 bestellt. Die Idee, die gestern durch den neuen Abschäumer zufällig aufgekommen ist, möglichst wenige 230 Volt Geräte im Wasser zu haben, hat irgendwie etwas, gerade nach dem heutigen brandaktuellen Erlebnis… ;-) Für die Pumpe dann auch noch einen 8mm auf 12mm Schlauchverbinder2 bestellt, da diese blöderweise einen anderen Abgang hat als die bisherige Pumpe. Nur habe ich keine 12 Volt Pumpe gefunden, die sich direkt mit einem 12/16 Schlauch verwenden lässt, den nunmal der UV-Klärer (und da habe ich sogar einige unterschiedliche Adapter zum Anschluss an das Rohr des UV-Klärers) braucht.

Da ich nicht weiß, welche Komponente das Aquarium selbst, also das Wasser, erdet, habe ich zwei Titan Erdungssonden gekauft. Zwei, für oben und unten, weil ich auf Nummer Sicher gehen möchte. Wenn die Wassersäule zwischen dem Becken oben und dem Technikbecken unten wegen irgendwas nicht steht, wäre eventuell nur ein Teil des Wassers geerdet. Man hat mir aus verschiedenen Richtungen Titan empfohlen, V4A Stahl gibt wohl auch etwas ans Wasser ab. Bei 15 € für eine Titansonde muss ich da aber gar nicht lange nachdenken.

/EDIT 07.02.2020: Der Elektriker sagte (oder so habe ich ihn zumindest als Nicht-Elektriker verstanden), dass der FI nicht ausgelöst hat, weil ich weniger als die 30mA abbekommen habe. Das mag vielleicht weh getan haben, aber aufgrund meiner Crocs (Gummischuhe), die ich zuhause immer an habe, kann das schon sein. Auf jeden Fall sei alles richtig und ordnungsgemäß verkabelt und nichts defekt. Das beruhigt ungemeint.

/EDIT 11.02.2020: Oh, die Titansonde kostet auf einmal 17 €. Da hat man den Preis wohl der gestiegenen Nachfrage angepasst. ;-)

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Abschäumerwechsel

Heute früh hat sich spontan der gute alte Tunze Comline 9010 Abschäumer verabschiedet. Oder so ausgedrückt: Entweder Sicherung/FI (das ist ein Element) oder der Abschäumer. Beides gleichzeitig ging nicht. Also Abschäumer außer Betrieb genommen und über ebay Kleinanzeigen nach Feierabend spontan einen gebrauchten Deltec SC 1351 Abschäumer (der Vorgänger vom Deltec Skimmer 600i1) für einen akzeptablen Preis geholt. Und was dieser Abschäumer nach kurzer Zeit alles aus dem Wasser holt, wow! Da sieht man den Unterschied zwischen dem Modell von vor geschätzt 20 Jahren und dem Modell, was maximal 5 Jahre (geschätzt ohne es zu wissen) alt ist.

Weiterer Benefit des neuen Abschäumers: Im Wasser drin ist nur eine 24 Volt Pumpe, nicht wie beim Tunze Abschäumer noch eine 230 Volt Pumpe. Außerdem hat der Deltec Abschäumer einen Controller, mit dem man die Pumpe auf verschiedenen Stufen laufen lassen kann.

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marelab – linux based reef control

Ich bin neulich auf ein sehr interessantes Projekt im Meerwasserforum gestoßen. Ein auf Linux basierter und mit mehr oder weniger Standardkomponenten gebauter Aquacomputer. Das Projekt ist erst im Entstehen, aber die Anfänge machen absolut Lust auf mehr!

Werde das Projekt genau im Auge behalten und wer weiß, vielleicht kann ich ja meinen AquaPIC in Rente schicken. Auf diesem Projekt ist auf jeden Fall seit einiger Zeit deutlich weniger Drive, des Weiteren sind es eben Spezialkomponenten, die sich nicht so schnell ersetzen lassen – sollte mal was sein. Das geht schon damit los, dass man schwer an ein Ersatzgerät auf dem Gebrauchtmarkt kommt, ist halt nur ne Miniauflage gewesen. Nichtsdestotrotz war und bin ich mit dem AquaPIC sehr zufrieden. Der marelab muss die Funktionen, die ich im Moment abbilde, erstmal können:

  • minutengenaue Schaltung von 12 * 230V Steckdosen
  • sekundengenaue Intervallschaltung einiger der 230V Steckdosen für Balling und Nachfüllwasser
  • 3 Ballingpumpen
  • 1 Nachfüllpumpe
  • Pegelsensorsteuerung für das Nachfüllwasser
  • Temperaturmessung und Schaltung von Heizstäben und Lüfterkühlung
  • Mondlicht
  • 2 Kanal Dimmung der Hauptbeleuchtung (weiß und blau)
  • Futterpause (verwende ich z.Zt. nicht)
  • pH Messung (verwende ich z.Zt. nicht)
  • Leitwertmessung (verwende ich z.Zt. nicht)
  • aktustische sowie visuelle Alarme auf dem Display
  • Statusanzeige von diversen Dingen wie Dimmung, Mondlicht, Temperatur, Nachfüllung etc auf dem Display

Programmiert wird der AquaPIC über USB und ein Clientprogramm auf dem PC, das Programm gibt es ausschließlich für Windows.

Was nun Marc über marelab schreibt, macht Lust auf mehr. Basierend auf dem mini2440, dem Raspberry Pi oder ähnlichen Geräten geht es los. Bekommt man zwischen 30 und 100 EUR im Netz, teilweise aus Deutschland, teilweise aus China. Webbasiert über LAN (und sicherlich auch WLAN) wird der marelab, auch von unterwegs, konfiguriert und abgefragt, auf einem ggf vorhandenen Touchscreen (3.5″ oder 7″ beim mini2440) kann vor Ort am Becken dann zukünftig auch noch einiges eingestellt oder abgerufen werden. Des Weiteren Informationen per Mail über Grenzwertunter- und -überschreitungen, auch natürlich akustisch und visuell vor Ort. Logging zur Langzeitüberwachung von bestimmten Parametern wie Temperatur. LED-Beleuchtung wird auch unterstützt, bzw das ist im Moment das, was entwickelt wird da sehr wichtig für Marc. Für mich im Moment nicht so, kann aber auch noch kommen – ewig wird bei mir auch nicht der T5 6er-Balken über dem Becken hängen.

Folgende Features könnte ich mir auch noch vorstellen und wurden zumindest auch als mehr oder weniger einfach möglich von Marc kommentiert:

  • Steuerung von steuerbaren Tunze (Nano)Stream Pumpen)
  • bessere Steuerung der Balling-Pumpen, ggf auch über 12V angeschlossen

Nun mal gucken, wie es weiter geht. Marc schreibt, das er bald ein großes Update auf git stellen wird, dieses werde ich dann auf einem alten PC testen. Eventuell gibt es dann schon so Dinge wie USB Steckdosenleisten oder so. Das könnte an an dem alten PC ja nachstellen – für andere Dinge wird es natürlich schwer, da die Spezialhardware fehlt.

Hier noch die Webseite von marelab.

Erste Jahreshälfte 2009

In den letzten Monaten wurde ich etwas schreibfaul. Gut, es tat sich auch nicht sooo viel, aber einige Dinge gibt es schon zu berichten. Ich hoffe, dass ich noch alles zusammenbekomme.

First of all: Die beiden Clownis pflegen seit dem Winter alle zwei Wochen ein neues Gelege Eier. :-) Dies hat den Effekt, dass die eh schon total unfreundliche und aggressive Clownsdame noch viel schlimmer geworden ist. ;-) Hantieren im Becken ohne attackiert zu werden ist unmöglich. Wir sind uns noch nicht sicher, ob wir mal einen Nachzuchtversuch starten sollen – ist halt viel Aufwand.

Ein Pfaffenhutseeigel sowie zwei Tigerschnecken sind im Winter eingezogen. Der Seeigel ist sogar einer der netten Sorte und räumt nichts um – obwohl das Tier recht groß ist. Die beiden Tigerschnecken sieht man nur alle paar Wochen mal, das wären mit Sicherheit schöne und interessante Tiere für ein Nanobecken. Aber Hauptsache es geht ihnen gut. Im Technikbecken ist ein grüner Schlangenstern eingezogen und sorgt für die Müllentsorgung. Von Lars, einem Benutzer aus dem Meerwasserforum, habe ich eine kleine terroristische Krabbe bekommen. Diese wohnt nun zusammen mit der Krabbe von Danny im Technikbecken.

Leider ist die Tridacna-Muschel eingegangen. Innerhalb von drei Tagen änderte sich der Zustand von „schaut ein bisschen angepisst aus“ auf „tot“. :-( Auch nicht viel Glück hatten wir mit einer zweiten Putzergarnele, die innerhalb von wenigen Tagen wieder verschwand. So ganz verstehe ich das nicht, denn die andere Putzergarnele hält sich nun schon über Jahre, während dazu gekaufte Artgenossen nun schon zum zweiten oder dritten Mal nach wenigen Tagen wieder verschwunden sind. Genau so wenig Glück hatten wir mit einer Percron gibbesi Krabbe. Diese haben wir zwei Wochen vor dem Australienurlaub eingesetzt, danach war sie spurlos verschwunden. Wer tut dieser Krabbe etwas an fragt man sich da? Nehme mal an, dass sie irgendwie krank war oder eine Häutung schief ging. Auch nach dem Urlaub verschwunden war die Partnergrundel des Knallkrebses. Da ich nicht weiß, wie alt diese Tiere werden können, kann ich weder einen gewaltsamen noch einen natürlichen Tod ausschließen. Fest steht auf jeden Fall, dass der Fisch schon bei Steffen im Aquarium existierte und somit schon einige Jahre alt war. Eventuell sind Knallkrebs und Grundel auch nur nach hinten ins Becken umgezogen. Auf jeden Fall ist der Knallkrebs nach wie vor munter am Lärm machen.

Das Ablegerbecken erfreut sich maximaler Belegung durch Korallenableger. Die Beleuchtung scheint gut zu sein, denn die Korallen wachsen dort mindestens genau so gut wie oben im Becken. Obwohl wir viele Korallen verkaufen konnten, steht immer noch alles voll. Hier werden in den nächsten Wochen weitere Verkaufsaktionen folgen müssen. Vor allem die Gorgonien schatten links im Becken doch gewaltig ab.

Phosphat ist immer noch ein Thema, des Weiteren ist die Ballinganlage mehr oder weniger außer Betrieb aufgrund technischer Probleme. Hier hoffe ich, bald einen Ersatz zu haben. Bis dahin steht Balling-von-Hand an.

250 Liter Becken für Helmut

Am Freitag ist Helmut von seinem doch inzwischen sehr sehr kleinen 126l Becken (Grundfläche 80×35) in ein 250l Becken (Grundfläche 100×50) umgezogen.

An dieser Stelle recht herzlichen Dank an Felix für die sehr nette kostenlose Überlassung seines alten, aber sehr gut aussehenden und gepflegten Süßwasserbecken mit allem drum und dran: Becken an sich, schöner Unterschrank, Abdeckung mit 2*30 Watt T8 Leuchtbalken. Danke! :-)

Und auch herzlichen Dank an Oli für die kurzfristige Hilfe beim Umzug der Becken. Wir kamen uns am Freitag im Arbeitszimmer teilweise vor wie beim puzzlen, so viel Zeugs stand da teilweise rum.

Aus dem alten Becken ist im Prinzip alles umgezogen. Helmut ;-) , Sand, Steine und Blumentopf. An Technik zog die 1000l Filterpumpe um sowie der Tunze-Abschäumer. Den 100 Watt Heizstab habe ich gegen einen 150 Watt Heizstab getauscht und endlich mit einer temperaturgesteuerten Steckdose gesichert. Ich denke, dass ich strömungstechnisch etwas tun muss, die 1000l Pumpe kommt sich da doch etwas verloren vor. Auch werde ich noch passende T8 Röhren anschaffen müssen. Der Heizstab hängt deswegen so komisch hinten am Becken weil ich nicht mehr will, dass Helmut die Stabilität testet. Bin ausserdem am überlegen, hinten an der Rückwand in einer gewissen Höhe, am besten knapp unter der Wasseroberfläche Caulerpaalgen zu halten. Dazu muss ich aber noch überlegen, wie ich die dort anbringen kann.

Helmut scheint sein neues Becken zu gefallen, endlich schon rumlaufen zu können. Das Wasser ist noch recht bräunlich-gelb, aber das wird sich auch noch geben…

Hier ein paar erste Schnappschüsse von heute: