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Die Hardware

Wie schon erwähnt, haben wir von Steffen sein altes 150 Liter Komplettsystem übernommen. Er hat sich auf 450 Liter verdreifacht und hat mit dem neuen Becken praktisch alles passend dazu erhalten und konnte uns so seine komplette Althardware „vermachen“. Hier eine kurze Beschreibung des Beckens:

Ein Aqua Medic Komplettsystem vom Typ „Chromis“. Hierbei handelt es sich um ein würfelförmiges Becken mit den Maßen 55x55x50cm, eine Lampe vom Typ Giesemann System 230 plus (150 Watt HQI-Lampe plus zweimal 9 Watt Blaulichtröhren), ein Schnellfilter / Strömungspumpe „Aqua Medic Powerfilter 1000“. Dazu anstatt eines Abschäumers ein Miracle Mud Schlammfiltersystem als sogenannter „Hang On“ hinten am Becken. Der Schlammfilter hat mehrere Vorteile im Vergleich zu einem Abschäumer. Erstens macht ein Abschäumer jede Menge Lärm, der Schlammfilter praktisch keinen Lärm. Lärm ist etwas, das wir nicht unbedingt haben wollen, da das Becken ca 50 bis 100cm von unseren Ohren entfernt steht wenn wir gemütlich auf dem Sofa sitzen. Außerdem schäumt der Abschäumer auch Dinge ab, die man nicht unbedingt aus dem Becken haben möchte. Irgendwann muss eventuell ein Abschäumer angeschafft werden. Dies wird allerdings einige Zeit dauern und erst dann nötig, wenn viele Sauerstoffverbraucher im Becken ihr neues Zuhause gefunden haben. Hier sollte es dann auch reichen, den Abschäumer nur nur in der Nacht (hier kann ohne Licht kein Sauerstoff produziert werden) oder dann laufen zu lassen, wenn niemand zuhause ist.

Warum eigentlich und dann gleich ein Meerwasserbecken? ;-)

Tja, gute Frage. Vielleicht, weil ich gerne tauche und mich spätestens seit meinem ersten Tauchurlaub in Ägypten im September 2002 das vielfältige Riffleben fasziniert (noch toller ist nur ein „gscheites Wrack“ ;-) ). Den Ausschlag gab sicherlich auch das Jahr, in dem ich bei den Besuchen bei Steffen immer fasziniert in sein Meerwasseraquarium gegafft habe. Auch Giovanna war genau so sehr von Steffens Aquarium und natürlich vor allem von den beiden Clownsfischen und ihrer Kupferanemone begeistert.

Was lag also näher, als Steffen sein altes Aquarium abzuschwätzen, als er sich durch seinen Umzug aquarienmässig auf ein 450 Liter Becken vergrößert hatte? Wir haben so bis auf einige Kleinigkeiten ein Komplettsystem erhalten, mit dem wir direkt starten konnten. Bleibt nur zu hoffen, dass Steffen nicht irgendwann auf die vielen Anfängerfragen genervt reagiert. ;-)

Das 150 Liter Becken passt perfekt in eine Ecke im Wohnzimmer als hätte es Steffen letztes Jahr schon für uns angeschafft. Ausserdem erscheint mir diese Beckengröße von den Kosten (Strom, Wasser, Leuchtmittel etc pp) und auch dem Zeitaufwand für vertretbar. Der Aufwand steigt mit der Beckengröße, das sehe ich ja an Steffens neuem Becken. Klaro, je größer das Becken ist, desto geiler ist es, auch weil man auch ganz andere Tiere wie beispielsweise Doktorfische einsetzen kann – ein kleines Becken hat aber sicherlich auch seine Reize.

Ein Süßwasserbecken halte ich im Übrigen nicht unbedingt für einfacher und billiger (vom Anschaffungspreis des Besatzes mal abgesehen). Eventuell ist der Zeitaufwand sogar größer. Ausserden halte ich Süßwasserbecken für langweilig. ;-)

Und los geht’s…

Dann will ich doch 1 1/2 Wochen nach der Inbetriebnahme des Meerwasseraquariums nun mal an die ersten Beiträge im entsprechenden Blog machen.

Eigentlich wollte ich keinen Blog machen, aber verschiedene Leute haben mich richtiggehend dazu gedrängt. Da will man ja nicht „nein“ sagen. ;-) Ausserdem glaube ich, dass dieser Blog einigen anderen Anfängern einiges an Hilfestellung bieten kann. Je mehr Seiten zum Thema, desto besser. Ich habe bei meinen Recherchen nämlich festgestellt, dass jeder Aquarianer seinen eigenen Stil hat und es keine Schulmeinung zu vielen Themen gibt. Und last but not least ist dieser Blog eine gute Möglichkeit, die Bilder des Aquariums bequem zu veröffentlichen.

Viel Spaß also,
Martin